Diskussion im Treffpunkt lilaweiss

Fortführung der Debatte mit einer geruhsamen
Nacht des Drüberschlafens.
Hervorhebungen – halbfett, kursiv, farbig – durch Netzberg.

el-thosito 806538 | DI 17.09.2019 – 06:03 Uhr
Nazis gab es doch schon direkt seit der „Kapitulation“ nicht mehr 😉 Erst waren sie ex und heute „nur“ neo.
Paulianer waren früher die Penner oder die Parasiten. Sie haben dann den Beleidigern dadurch den Wind genommen, dass sie sich persiflierend einfach selbst so besangen. Nur weil das heute, wo wirklich jeder einen Paulifan kennt, nur noch Folklore ist, sollte das aber nicht das Beleidigen salonfähig machen. Tldr: nur weil die SICH als Penner besingen, erlauben die damit niemandem, sie als Penner zu beschimpfen. Das sollte bei aller Folklore klar sein!

allwetterfan 806539 | DI 17.09.2019 – 06:47 Uhr
Den Penner gibt es im Gegensatz zur Zecke aber nicht als Plüschtier, oder? 😉

Goyatley 806540 | DI 17.09.2019 – 08:20 Uhr
@wupper, eine Frage zu deinem Post 806496 wo du den ‚Zeckenbegriff“ aus Wikipedia zitierst. Warum hast du den Begriff nicht komplett zitiert? Unter anderem folgt da noch der Satz:
„In den letzten Jahren ist der Begriff Zecke als Selbstbezeichnung im Musikgenre Zeckenrap verwendet worden und wurde dort popularisiert.[8] Auch bei manchen Anhängern des Fußballvereins FC St. Pauli, besonders in der Ultra-Szene, heißt es in Fangesängen „Wir sind Zecken“.[9]“
Hast du den nicht mehr gelesen? Da hätte dir doch klar werden müssen in welchem Kontext @altfan gepostet hat!?

Streifenpullover 806543 | DI 17.09.2019 – 09:10 Uhr
@Goyatley: Jetzt komm hier bitte nicht mit Logik!

lit74 806544 | DI 17.09.2019 – 09:12 Uhr
Vielleicht sollte man das „Zeckenposting“ nicht überinterpretieren. Allerdings ist es gerade die Entmenschlichung von Mitmenschen als Schädling und Ungeziefer, die es ermöglicht und ermöglicht hat, unmenschlich zu handeln. Auch wenn die Betroffenen selbst das versuchen galgenhumorig zu drehen, wäre ich gern sehr vorsichtig mit solchen Betitelungen. Absolut unhaltbar und unhistorisch ist aber die Ansicht, Nazis habe es nur zwischen 1933 und 1945 gegeben. Nationalsozialismus bezeichnet eine bestimmte Ideologie. Weder haben sich deren Anhänger 1945 in Luft aufgelöst noch sind sie alle verurteilt worden und, soweit das überhaupt passiert ist, dadurch mutiert. Zu behaupten Neo(=Neu-)Nazis seien eben deshalb gar keine – da bleibt mir die Spucke weg. Gibt es jetzt auch keine Kommunisten/Sozialisten mehr, weil der Kommunismus/real existierende Sozialismus zusammengebrochen ist? Brecht hat mal gesagt: wer nicht bereit ist, aus der Geschichte zu lernen, ist dazu verurteilt, sie noch einmal zu leben. Da ist was dran.

el-thosito 806545 | DI 17.09.2019 – 09:14 Uhr
Lukaku versteht den Witz auch nicht, wobei Bananen doch lecker und ebenfalls in Plüsch zu haben sind. Sowas.

passion 806546 | DI 17.09.2019 – 09:17 Uhr
@Streifenpullover:
Schraube mal bitte deine Arroganz runter.

allwetterfan 806548 | DI 17.09.2019 – 09:28 Uhr
Kommt mal bitte etwas runter, Leute!
Ich glaube kaum, dass Herr Lukaku sich selbst als Banane bezeichnet. Ich hoffe und glaube, dass hier niemand Affenlaute, homophobe Gesänge oder Schimpfwörter wie „Neger“ für statthaft hält.
Die St. Pauli-Fanszene aber redet ständig und überall von der Zecke, und die erwähnten Plüschtiere werden nunmal auch vermarktet. Da fällt es geradezu zwangsläufig schwer, in dem Begriff eine Beleidigung zu erkennen und die Paulianer nicht so anzureden wie sie sich selbst.
Alle weitergehenden Diskussionen hier gehen in meinen Augen an der Sache vorbei.

Streifenpullover 806549 | DI 17.09.2019 – 09:32 Uhr
@passion: Deine Meinung zu mir ist ja mittlerweile hinlänglich bekannt.
@lit74: Schön, dann stellt in Zukunft einfach jeden, der rechtes Gedankengut in sich trägt, mit denen gleich, die seinerzeit für den Tod von sechs Millionen Menschen verantwortlich waren. Ist ja alles das Gleiche.

Lorko1983 806550 | DI 17.09.2019 – 09:54 Uhr
@Wupper
„Und Altfan outet sich heute als Weltbürger.“
Die Fans bezeichnen sich selbst als „Zecken“. Gestern wurde dies auch deutlich hörbar, als folgender Song von 1000en Leuten gesungen wurde:
„Wir sind Zecken, asoziae Zecken. Wir schlafen unter Brücken oder in der Bahnhofsmission!“
Edit: Merke gerade, dass das ja in den folgenden Posts schon diskutiert wurde. Meiner Meinung nach eine absolut überflüssige Diskussion.

Wupper 806551 | DI 17.09.2019 – 10:26 Uhr
Lorko1983: „Edit: Merke gerade, dass das ja in den folgenden Posts schon diskutiert wurde. Meiner Meinung nach eine absolut überflüssige Diskussion.“
Einen überflüssigeren Beitrag kann es zu dem Thema kaum geben, oder? Na ja, vielleicht diesen hier.

Lorko1983 806552 | DI 17.09.2019 – 10:55 Uhr
Stimmt wohl. Wobei ich da schon einige weitere Beiträge gelesen habe, die mehr als flüssig waren.
Den Penner als Plüschtier und „Lukaku bezeichnet sich selbst wohl kaum als Banane“ fand ich allerdings HERVORRAGEND!!! 🙂

Augustus 806556 | DI 17.09.2019 – 11:25 Uhr
In einer Interaktion entscheidet immer der Rezipient darüber, ob eine Aussage in ihrer Wirkung abwertend ist. Wenngleich dies im Zusammenhang zwischen Zecke und St. Pauli auszuschließen ist, so hatte der Hinweis von Wupper doch offensichtlich einen konstruktiven Gedankenanstoß bei Altfan aktiviert.
Wer verallgemeinernde Begriffe wie eben ‚Nazis‘ verwendet, gibt einer abfälligen Wertung Vorzug vor sachlichen Diskussionen.

Altfan 806558 | DI 17.09.2019 – 12:03 Uhr
Augustus
Lese ich da etwa extreme arroganz bei dir heraus? Junge junge junge.
Du bist wohl allwissend und absolut fehlerfrei. Hier sind einfach zu viele Schlaumeier, Besserwisser und scheinbar unfehlbare Menschen unterwegs.
Den Ausdruck habe ich gebracht weil dieser „umgangssprachlich“ In verbindung mit dem FC St. pauli nunmal sehr oft angewendet wird. Dieses hat rein garnichts mitirgendeiner politischen Meinung meinerseits zu tun.
Macht man dies konstant, muss man mindestens 15 bis 20 % der fussballfans ind deutschland mit dieser politisch unakzeptablen Gesinnung in Verbindung bringen denn wer hat dies wort noch nie mit dem fcsp ausgesprochen? Ich wette viele von euch. Vermute ich mal.

Streifenpullover 806559 | DI 17.09.2019 – 12:16 Uhr
Wo liest du das alles denn aus dem Beitrag von Augustus heraus?

Augustus 806560 | DI 17.09.2019 – 12:48 Uhr
Sorry. Ich habe lediglich versucht, meinen Gedanken durch möglichst wenige Worte Ausdruck zu verleihen. Um ein paar Missverständnisse aufzulösen …
1. Dass du den Begriff Zecke in diesem Zusammenhang verwendet hast, sehe ich nicht als Problem
2. Mit Gedankenanstoß bezog ich mich auf deinen Kommentar (s.u.) und meine damit nicht, dass der Gedankenanstoß Auswirkungen auf deine Gesinnung hatte, sondern das er deine Sensibilität für diesen Begriff – Zecke – geschärft hat.
>„Altfan 806507 | MO 16.09.2019 – 21:56 Uhr
>@wupper
>Von Rechtsextremismus und diesem Gedankengut distanziere ich mich deutlich. Den Begriff habe ich von manchen Fußballfans übernommen die in Verbindung zu St. Pauli von diesem Wort Gebrauch machen. Das dieses Wort eine solche Bedeutung haben könnte war mir bislang unbekannt. Ich entschuldige mich bei allen dafür sollte dies wirklich so aufgenommen worden sein. Es war definitiv nicht so gemeint.“

passion 806572 | DI 17.09.2019 – 14:22 Uhr
@Streifenpullover:
Daher werde ich auch nicht müde, dies zu betonen. Hochtrabendes Gerede und ständiges Profilieren steht niemandem gut zu Gesicht.

Streifenpullover 806574 | DI 17.09.2019 – 14:27 Uhr
@passion: Da hast du absolut Recht! Sowas kann ich auch nicht wirklich leiden.

Zwischenzeitlich hat der zurecht sehr gemochte und als Osnabrücker Urgestein geschätzte Trainer Daniel Thioune seinen Vertrag mit dem VfL Osnabrück bis 2012  verlängert, und weil er kürzlich bekundet hat, auch gerne mal irgendwann in der Bundesliga zu trainieren, sprießen Gedanken an einer Runderneuerung des Stadions an der Bremer Brücke. Dabei hat der Aufstieg in die Zweite Liga schon neue Anforderungen an den Mythos Bremer Brücke (Klick it!) gesetzt, via DFL und der Pay-TV-Medienkonzerne.

jover 806575 | DI 17.09.2019 – 14:31 Uhr
Warum ist es eigentlich Sache von „Stadt und Landkreis“, die Rahmenbedingungen zu verbessern für ein profitorientiertes Sport-/Unterhaltungsunternehmen, das einigen seiner Angestellten Monatsgehälter von 20.000,- und mehr zahlt?
Mein Herz schlägt ja wirklich Lilaweiss, aber ich finde, dass die öffentliche Hand in OS spätestens mit der aktuellen Stadion-Aufhübschung genug getan hat, um den Profifussball beim VfL zu stützen, insb. durch die städtischen Unternehmen und die Sparkasse. Nur weil Clubs anderswo noch viel dreister in kommunale Kassen greifen durften, ist das noch lange kein Grund, das genauso zu machen. Und als Fan auch nur in Erwägung zu ziehen, „Stadt und Landkreis“ mögen dem VfL (der gerade acht Jahre 3. Liga hinter sich hat) jetzt doch bitte einen Stadionneubau (Freiburg: 131 Mio., Karlsruhe 77 Mio., Regensburg 53 Mio.) hinstellen – oh Mann, ich hoffe wirklich, im Stadtrat wird das etwas nüchterner diskutiert.
Aber mit der Sichtweise bin ich hier vermutlich im falschen Forum, und das ist ja auch ok.

jover 806579 | DI 17.09.2019 – 14:59 Uhr
Und um noch einen Draufzusetzen: was soll dieses Gerede von „bundesligatauglich“?
Das letzte Mal, dass der VfL in der 2. (ZWEITEN!) Bundesliga etabliert war, war im Jahr 1993. Und schon damals kam der Absturz mit Ansage. Wenn es bis 2023, also die nächsten vier Saisons gelänge, den VfL in der 2. Bundesliga zu halten, dann wäre das ein beinahe historischer Erfolg – nämlich die erstmalige feste Etablierung des VfL unter den deutschen Top40-Clubs, seit der Fussball medial und gesellschaftlich seine heutige Bedeutung in unserem Land erlangt hat (was etwa Mitte der 90er begann).
Natürlich *wäre* im absoluten Idealfall mittelfristig auch ein Bundesligaaufstieg möglich, klar. Aber wer bitteschön glaubt denn ernsthaft, der VfL könne sich in den nächsten 5-10 Jahren dauerhaft in der 1. Bundesliga festbeißen? Wo durch RB und Ho$$enheim zwei Plätze an der Sonne dauerhaft durch „Emporkömmlinge“ besetzt sind? Wo große Clubs wie der 1. FC Köln (!), der HSV (!), Hannover 96 oder der 1. FCN nur noch „Schwellenvereine“ sind, wo noch zahlreiche andere Zweitligisten (St. Pauli, DD, Bielefeld) oder Drittligisten (1860, Lautern, BTSV, Duisburg) größeres Potential oder zumindest „Bundesliga-Stallgeruch“ haben? Da muss man schon ganz schön starkes Zeug rauchen, das ernsthaft zu glauben.
Insofern braucht der VfL aus heutiger Sicht ein Stadion, das
1. ein Mithalten in der 2. Bundesliga gut ermöglicht,
2. einen „Unfall Bundesligaaufstieg“ für 1-2 Jahre überstünde und VOR ALLEM
3. den VfL nach einem Abstieg in die 3. Liga nicht finanziell in den Abgrund reißt.
Und hey, wie der Zufall so will: GENAU DAS kann die Bremer Brücke sein!!

Per Coy 806608 | DI 17.09.2019 – 18:53 Uhr

@ Jover
Word. Danke. Um irgendwas anderes zu glauben, reicht eigentlich nicht mal ne Überdosis Iuvenal. [Insiderwitz!]

 

Für solche – fußballpolitische – Diskussionen habe ich den TP geliebt, wenn auch nur die eine Seite, die gute, wahre, schöne, linke, kommunistische. Das Unbelehrbare kann sich in Osnabrück aber durchaus zivilisiert ausdrücken, – und ausdrücklich betone ich, daß der VfL eine sehr schöne Fanbasis hat – aber es sind immer die gleichen, die ein insgesamt autoritär-rechtspopulistisches Bild geben, auf den Rängen und neben dem Rasensport und bei allen diskutierten Themen. Es zeigen sich bei diesen Unbelehrbaren prinzipiell geschlossene Weltbilder, an denen keine Aufklärung rütteln kann. War immer so. Auf den Rängen steht eben der Spiegel der Gesellschaft; und seine Nachbarn kann man sich auch hier nicht aussuchen.

Über rainer kühn

Den autoritären Charakter findet man leider von links bis erwartet rechts in allen Schwatzbuden des Internetzls. (Theodor W. Adorno & seine kritische Theorie)
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