Guten Morgen, Ihr Helden!

Karl Power. München, 2001. Manchester United spielte gegen Bayern München. Als sich die Spieler von United für das Gruppenfoto vor dem Spiel aufstellten, lief plötzlich ein zwölfter Mann aufs Feld. Es war der 34jährige Karl Power, ein arbeitsloser Veteran der englischen Rave-Szene. Sein Dress war eine perfekte Kopie der Away-Kits der Mannschaft. Außenverteidiger Gary Neville fiel auf, dass die Mannschaft unerwarteten Zuwachs bekommen hatte, und er fragte laut: »Wer ist der Typ?« Power antwortete mit einem scharfen: »Halt die Klappe, Gary!« Neville gehorchte und Power ließ sich vor 60 000 Menschen stolz als Spieler von Manchester United fotografieren.

Power, ein Kumpel des Sängers der »Happy Mondays« und von »Black Grape«, Shaun Ryder, schlug 2002 erneut zu, erklomm nach dem britischen Formel-1-Grand-Prix in voller Rennfahrermontur das Sieger­podest und ließ sich anstelle des verblüfften Michael Schumacher von der Menge feiern. Befragt, warum er seine Streiche spielt, sagte Power: »Die Leute brauchen doch was zum Lachen, oder?« Zusammen mit seinem Prankster-Kollegen Tommy Dunn ging Power 2002 seelenruhig auf den Tennisplatz in Wimbledon. Die beiden wechselten minutenlang Bälle, bis der Schiedsrichter endlich schnallte, dass er es mit Spaßvögeln zu tun hatte.

 

Über rainer kühn

Den autoritären Charakter findet man leider von links bis erwartet rechts in allen Schwatzbuden des Internetzls. (Theodor W. Adorno & seine kritische Theorie)
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