Artikel 13aWi-ki

Web.de ist ein 1995 gegründetes deutsches Internetportal, das als redaktionell betreutes Webverzeichnis gestartet ist und nach und nach vor allem um Kommunikationsdienstleistungen erweitert wurde. Im Jahr 2005 war Web.de nach Branchenangaben das reichweitenstärkste Webportal und lag insgesamt auf dem zweiten Platz hinter T-Online. Das Geschäftsmodell der Web.de GmbH basiert auf den beiden Säulen Onlinewerbung und digitale Dienstleistungen. Zu letzterem gehört zum Beispiel der Web.de Club, ein Abonnement für Kommunikationsdienste. Im Rahmen der Stärkung der Säule Onlinewerbung wurde 2004 mit Ad Europe ein Netzwerk mehrerer Webportale gegründet, das mittlerweile Mitglieder in 60 Ländern umfasst. Die Onlinewerbung wird jedoch vor allem in E-Mails platziert. Bekanntestes Produkt von Web.de ist der kostenlose E-Mail-Dienst FreeMail, der kostenpflichtig mit dem genannten Web.de Club erweiterbar ist und bereits früh Unified-Messaging-Funktionen enthielt. Das heißt, dass neben E-Mails unter anderem auch Faxe und Sprachnachrichten über eine eigene Rufnummerngasse (mit der Vorwahl 03212) empfangen und versendet werden können.
Die Brüder Michael und Matthias Greve gründeten. Februar 2000 erfolgte der Börsengang. Im August 2010 firmierte die Web.de GmbH in die 1&1 Mail & Media GmbH um, unter deren Dach auch GMX geführt wird. Die Marke Web.de blieb erhalten.
Die als Geschenkaktion angepriesene dreimonatige kostenlose Web.de-Club-Mitgliedschaft wurde Web.de wegen irreführender Blickfangwerbung mit sich nahtlos anschließendem, kostenpflichtigem Abonnement untersagt. Im August 2012 sprach der Verbraucherzentrale Bundesverband eine Abmahnung gegen Web.de aus, weil der Verband die Button-Lösung (gemäß § 312g BGB) nicht korrekt umgesetzt sah. Web.de hatte zwar die Bezeichnung „zahlungspflichtige Bestellung“ für den Bestellknopf übernommen, wichtige Vertragsbestandteile waren aber nicht direkt daneben platziert, so dass Kunden nicht über die Folgen der Bestellung informiert wurden. Die Abmahnung richtete sich auch an die Marke GMX. Die Methoden von Web.de, offene Rechnungen von Mitgliedern einzutreiben, bewegen sich laut einigen Anwälten und Verbraucherschützern am Rande der Legalität.
Web.de bietet eine Symbolleiste namens MailCheck für den Webbrowser an, damit Kunden sofort über eingehende Emails informiert werden. Tatsächlich überschreibt diese Browsererweiterung die vom Benutzer vorgenommenen Einstellungen für die gewünschte Startseite und Suchmaschine jeweils mit Web.de. Darüber hinaus wird im Falle von falsch eingegebenen Adressen ebenfalls auf Web.de verwiesen. Diese Änderungen lassen sich schwer oder gar nicht abschalten. Selbst nach Entfernung der Symbolleiste verbleiben Programmteile im Browser.[14] Bei der Web.de-Suchmaschine handelt es sich um den Google-Suchdienst, jedoch laufen Anfragen über Web.de. Dadurch und bereits durch die Installation einer solchen Symbolleiste wird der Herausgeber in die Lage versetzt, jede Suchanfrage bzw. aufgerufene Webadresse nachzuvollziehen und dadurch weitere persönliche Details über die Kunden zu erfahren.
Die Startseite von Web.de präsentiert scheinbar tagesaktuelle Nachrichten. Oft sind die Überschriften zu Meldungen jedoch reißerisch und sachlich falsch, wodurch es sich tatsächlich um ein Boulevardmedium handelt.
Das Logo von Web.de ziert eine stilisierte Abbildung des Brandenburger Tors in Berlin.

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Über rainer kühn

Den autoritären Charakter findet man leider von links bis erwartet rechts in allen Schwatzbuden des Internetzls. (Theodor W. Adorno & seine kritische Theorie)
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Eine Antwort zu Artikel 13aWi-ki

  1. rainer kühn schreibt:

    Wer Internet will, muß PARTEI sein.
    Für die Doofen (CDUCSUSPDBRÜN) oder gegen die DOOFEN. Ein Kreuz.
    Habe hier in bald zehn Jahren genug gesagt. Wer noch immer nicht klug ist: Baumschule.

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