Speakers Corner on VfL-FA

Mein Herz für den Fußball habe ich wiedergewonnen bei einem 1:1 zwischen dem Everton FC und FC Chelsea, dank der Atmosphäre im Goodison Park und Neville Southall, dem Keeper aller Keeper. Das ist 36 Jahre her. Ich erinnerte mich an BL-Aufstiegsspiele und nachrangige Spiele auf der Stehplatz Nord, mit Marmon, Linz, Nordmann, Heskamp, Seiler, Kamper, Gans. Meine ersten Helden. Ich war aber nicht mehr in Osnabrück. Ich sah Yeboah, den Bieberer Berg, das Böllenfalltor und den Bornheimer Hang, und rundherum mit Stadtbesichtigung alle Stadien der Bundesliga in den 90ern. Ein-, zwei-, dreimal auch meinen VfL, dem ich eigentlich nur durch Vaters Berichte per Festnetztelefon verbunden blieb. Manchmal kaufte ich sogar die NOZ an hessischen Bahnhöfen. Umzug in Schlagweite und Dritte Liga gaben eine Wende: Fünf Jahre am Stück nach der Relegation gegen die Ostwestfalen sah ich jedes Heimspiel der Lila-Weißen, irgendwann wußte ich, daß die B.v.d.O. eine Institution ist, irgendwann wußte ich, daß man in Foren lesen und sogar mitmachen kann, als einer der ersten trat ich der Fanabteilung bei und wohnte sogar in einer JHV im demokratischen Wohnzimmer meines Lieblingsvereins. Dann kam eine Saison, eine ganze, in der ich die Spiele des VfL nur am Fernseh, am ehem. Lauschangriff oder am TP verfolgte, weil ich kein Geld hatte für Anfahrt, Eintritt, Herforder und Abenteuer. Brückenfieber blieb, Vereinskritik stieg an, das Paradox Sanierungswachstum. Und als alle Guten verkauft waren, und auch der VfL offensichtlich wenig im Portmane hatte, da sah ich meine Zukunft düster, mein weniges Geld zum noch wenigeren Geld zu tragen. Ich dachte mir dann, Geld und Fußball heute, das könnte etwas miteinander zu tun haben. Bälle sind teuer, Trikots im Fanshop sind sehr teuer, Stadionbier ist superteuer. Und aber Fußball ist mir teuer. Teuer, so ein tolles Wort! Fußball, so eine tolle und teure Sache!
Aktuell: Ich finde seit ihrem Anfang die Dritte Liga voll gut. Ist die Liga der Traditionsvereine. Die Bundesliga interessiert mich null, in der zweiten Liga vielleicht drei Vereine. In den letzten zehn Jahren habe ich nur Ahlen, Gievenbeck, Münster und eben die Bremer Brücke für Fußball besucht, einmal mit Peter den MSV (mein YouTubeNetzbergVideoVfLsingtWedau), aber das heißt für mich: ich will guten Fußball vor Ort, ohne Sky, ohne ZDFARD, keinen Billionenball, sondern einen Eckball von Alvarez.
Wenn die KGaA das nicht geschissen kriegt, einen bald 120 Jahre alten Verein in einer attraktiven Profiliga zu halten, dann muß ich eben wieder nach Liverpool, zu den Blues.
Und die mit mir verkrachten drei, vier VfL-Fans dürfen mich auch weiterhin blocken. Das ist halt dumme Facebookpolitik. Ein Pimpf, wer dabei zuerst an K. Wefel denkt.

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Über rainer kühn

Den autoritären Charakter findet man leider von links bis erwartet rechts in allen Schwatzbuden des Internetzls. (Theodor W. Adorno & seine kritische Theorie)
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Eine Antwort zu Speakers Corner on VfL-FA

  1. rainer kühn schreibt:

    Ich könnte noch vom antisemitischen Gärtner, vom Professor Doktor Schwafelei, vom Hallo-Schreier und Frau Ajna Rekeidsub erzählen und anderen. Was zählt, ist die Antikommunikation. Das Weitermachen. Für mich das Raus aus dem Herkunfstverein. Danke für nix! Sorry an die Guten vor der BvdO.

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