ICH MAL WIEDER

Uli Becker, der Lyriker der wußte, wo die Lürik hin- und her gehört! „Uli Becker studierte … und lebt“ (Wikipedia), obwohl er 1979 den Hungertuch-Preis, 1985 ein Villa-Massimo-Stipendium und 1991 ein Stipendium des Deutschen Literaturfonds federführend errang. Seine Werke (ich besitze alle! und Manuskripte! und einen Brief[!]wechsel!) zählen nicht nach Zahlen, sondern nach bedeutenden Leerstelen:

  • Meine Fresse!, Hamburg 1977
  • Menschen! Tiere! Sensationen!, Horn 1978
  • April, April, Hamburg [u.a.] 1980
  • Der letzte Schrei, Reinbek bei Hamburg 1980
  • Daß ich nicht lache, Reinbek bei Hamburg 1982
  • Frollein Butterfly, Augsburg 1983
  • So gut wie nichts, Reinbek bei Hamburg 1984
  • Das blaue Wunder, Reinbek bei Hamburg 1985
  • Das höchste der Gefühle, Augsburg 1987
  • Das Wetter von morgen, Zürich 1988
  • Sechs Richtige oder How to make sense, Hamburg 1989
  • Alles kurz und klein, Zürich 1990
  • Das nackte Leben, Augsburg 1991
  • Fallende Groschen, Augsburg 1993
  • United colors of Buxtehude, Leipzig 1996 (zusammen mit Michael Buselmeier, Kerstin Hensel und Helga M. Novak)
  • Mit dem Shinkansen nach Jottweedee, Eschede 1998 (zusammen mit Hugo Dittberner und Günter Herburger)
  • Dr. Dolittles Dolcefarniente, Augsburg 2000
  • Licht verborgen im Dunkel, Hannover 2000 (zusammen mit Durs Grünbein, Makoto Ōoka, Junko Takahashi und Tanikawa Shuntarō)

Übersetzungen

  • Mark Beyer: Agony, Augsburg 1992
  • Joseph Moncure March: Das wilde Fest, Reinbek bei Hamburg 1995
  • Harry Matthews: Der Obstgarten, Berlin 1991

Er ist auch sonst ein Literat hoch 2, also mit verweigernder Potenz. I hab ihn grad lieb. Is so mein Ding. Und das KLG-Lexikon vom Heinz-Ludwig Arnold aus Göttingen und  das Munziger hab i grad auch dunnemals vollgeschriebn. Mit wegweisenden interpretativen Tönen. Latürnich!

// Ich mal wieder // war seine rororo-Pseudo-Herausgeberschaft für ein zeitdiagnostisches Sammelbändchen zur Kritik der falschen Psychologen. Best!

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Über rainer kühn

Den autoritären Charakter findet man leider von links bis erwartet rechts in allen Schwatzbuden des Internetzls. (Theodor W. Adorno & seine kritische Theorie)
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2 Antworten zu ICH MAL WIEDER

  1. Manfred Voita schreibt:

    Uli Becker kannte ich nicht. „Ich erinnere mich“ ist ja eine Zeitreise.

    • rainer kühn schreibt:

      Ja, eine Zeitreise im Zickzack von oben nach unten und umgekehrt. Bei meinem kleinen Interpretationsschaffen habe ich vor Jahrzehnten dekretiert: „Die jüngste Serie, nicht an einer festen Datumsfolge nach vorn orientiert, sondern frei assoziierend den Blick zurück aufschreibend, entgeht den Fallstricken von Melancholie und Nostalgie. Das permanente „Ich erinnere mich“ in „ALLES kurz und klein“ wendet das Subjektive menschlicher Vorlieben und Abneigungen wieder zur objektiven Bestandsaufnahme einer das Individuum vermassenden Gesellschaft. Die seriell konstruierten Erinnerungsstücke machen alles Zusammengetragene gleich (wichtig): Musikstücke und Filme, Politisches und Privates, Kindheit und Schule, Uni und WG. Das erinnernde Ich wird austauschbar. Und auch so kokettierendes Nettes wie „Ich erinnere mich an improvisierte WG-Gulaschtöpfe, die vor dem Auftragen noch ganz spontan mit einer reingekippten Dose Ananas ‚abgerundet‘ werden sollten oder was eigentlich“, evoziert nicht mehr eine „gute alte Zeit“. 🙂

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