Skulptur, Skulptur, wir fahren zur Skulptur

Heute wackeln die Felsen (Nietzsches Rock)
oder der schöne Granit von Lara Favaretto
am Ludgerikreisel ist ausgehöhlt wegen –
was Wunder! – der Schieflage der Menschheit
Hinrich Brave

„Was von weitem aussieht wie ein schlechter Rückriem (auch wenn der so einen groben Klotz nicht mal im Suff aufgestellt hätte), erweist sich bei näherer Betrachtung – des Kataloges – wirklich und wahrhaftig als Groschengrabstein, das heißt als die hässlichste Sparbüchse, die die Welt je gesehen hat.“ (Dr. Jackie L. Stevenson)

„Ja, es gibt auch gute Kunst im Rahmen der aktuellen Skulptur Projekte in Münster zu sehen.“ (Raimar Stange)

„… herrscht auf den Skulptur Projekten – wohlwollend formuliert – ‚business as usual‘: Kritisch gemeinte, aber irgendwie bekannt aussehende Videokunst (Hito Steyerl) ist ebenso vertreten wie erotisch aufgeladene Bronzeskulpturen (Nicole Eisenman), eine Aussichtsplattform aus Recyclingmaterial (Christian Odzuk), ein Container für Kunsttransporte als visueller Blickfang (Cosima von Bonin/Tom Burr), ein Modellbau in Originalgröße (Thomas Schütte, Justin Matherly) und ein Crossover aus Low and High (Michael Smith, Sany), dazu dann noch ein Schuss relationale Ästhetik (Koki Tanaka). All dies ist seit den späten 1980er Jahren bekannt und gehört längst zum immer gleichen Vokabular einer inzwischen in die Jahre gekommenen ‚Kunst im öffentlichen Raum‘.“ (Raimar Stange, ebd.)

 

 

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Über rainer kühn

Den autoritären Charakter findet man leider von links bis erwartet rechts in allen Schwatzbuden des Internetzls. (Theodor W. Adorno & seine kritische Theorie)
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Eine Antwort zu Skulptur, Skulptur, wir fahren zur Skulptur

  1. rainer kühn schreibt:

    art-magazin.de:
    Raimar Stange war in Münster unterwegs und kann der Großausstellung nur wenig gutes abgewinnen. Wenig innovativ seien die meisten Arbeiten, von einzelnen gelungenen Beispielen abgesehen. So konzept- und belanglos wie diese Ausgabe sei keine der vorherigen gewesen, so der Autor in seinem Artikel für artmagazine.cc. Kritisch sieht er die Berichterstattung über Münster in den großen deutschen Tageszeitungen: „Dass die ‚Skulptur Projekte‘ von breiten Kreisen der Medien, insbesondere der ‚Welt‘, der ‚Zeit‘ und der ‚FAZ‘ eben deswegen, also einerseits wegen des musterschülerhaften Erfüllens konventioneller Kunststandards und andererseits wegen ihres, von den Kuratoren bewusst inszenierten, artigen Unkritischseins, als Bashing an der documenta 14 eingesetzt werden, das ist nur noch peinlich.“

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