Chef Inge Nieur

Selten wurde über ein Satzzeichen so leidenschaftlich diskutiert wie zuletzt über den Bindestrich. Auslöser waren Wahlbenachrichtigungen in leichter Sprache, die vor der Landtagswahl am Sonntag (7. Mai) in Schleswig-Holstein verschickt wurden. Von „Land-Tag“ und „Haus-Nummer“ war da die Rede, von „Vor-Name“ und „Post-Leit-Zahl“. Lauter Bindestriche in Wörtern, die eigentlich zusammengeschrieben werden. Das war für viele Kommentatoren zu viel, die Aufregung groß. Dabei fristet der Bindestrich seit Jahren ein kümmerliches Schattendasein. Das Deppenleerzeichen greift um sich.

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Über rainer kühn

Den autoritären Charakter findet man leider von links bis erwartet rechts in allen Schwatzbuden des Internetzls. (Theodor W. Adorno & seine kritische Theorie)
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2 Antworten zu Chef Inge Nieur

  1. Manfred Voita schreibt:

    Ich vermute ja, dass die Leerzeichen wie auch die fehlenden Titel keiner bösen Absicht entspringen. Der Druckauftrag ist vermutlich nach Indien gegangen, weil es preiswerter ist, zumindest die programmtechnische Umsetzung läuft dort bestimmt. Dann muss man eben mit ein paar kleineren Einschränkungen leben. Vielleicht sollten wir einfach auch direkt in Indien wählen lassen, wäre auch preiswerter.

    • rainer kühn schreibt:

      🙂 mit Lachen denke ich ans Out-Sourcing, das Ding von Lean-Production. So isses, ja! Die Zeichensetzung ist frei! Auf dem freien Markt eines jeden Jusers! Thats it!

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