Und wenn ich alles zitierte, so wäre doch nichts gewonnen: „Steinzeitgebolze“

Der Treffpunkt liest sich OldSchool. Von Aktuell runter in die Geschichte bis ins Archiv. Keine Antwortfunktion, alles gleichgewichtig rein. Verweise höchstens auf @Namen oder @Artikelnummer. Keine Kategorien. Es gibt nur einen VfL! Also auch nur ein Thema. – Heißt für diesen Beitrag: Unten ist der Anfang des Akuten; nicht des Ganzen. 😉

vox   Artikel 745915   Donnerstag, 20. April 2017 23:31
Ich habe mir den Antifussball Marke Enochs in der Vergangenheit ohnehin schon nur noch sporadisch angetan und werde jetzt gar nicht mehr hingehen.

AliBölzen   Artikel 745907   Donnerstag, 20. April 2017 22:52
Bekanntlich beobachte ich die Entscheidungen der KGaA kritisch, aber selbst mich hat überrascht, mit welcher Chuzpe die Verantwortlichen den Trainervertrag gleich um drei Jahre verlängert haben. Die KGaA bekennt sich in ihrer marktschreierischen Selbstbeschreibung zum Leistungsprinzip – während sie dieses auf der Ebene der Entscheidung über Entscheidungsprämissen selbst verhöhnt, indem sie Enochs diesen langfristigen Vertrag gegeben hat. Eine Kontinuitätsdarstellung, die von der objektiven sportlichen Leistung absieht, ist kurzfristig der bequemere Weg, doch die Wahrscheinlichkeit für einen Wiederaufstieg erhöht diese Form der Problemlösung nicht.
Wie die Reaktionen hier und auf FB zeigen, leben die Verantwortlichen der KGaA in einer Parallelwelt, die sich von dem fast ganz entkoppelt hat, was viele Fans fühlen und denken. Eine Vertragslaufszeit von drei Jahren ist ein Indikator dafür, dass die Entscheider das Gespür für das Gerade-noch-Vermittelbare verloren haben. Unterstellt man Enochs Lernfähigkeit, dann wäre in der Fangemeinde eine Verlängerung um ein Jahr mit der aufstiegsabhängigen Option auf eine weitere Spielzeit noch annehmbar. Denn diese Form der Problemlösung wäre in der KGaA-relevanten Umwelt als eine brauchbare Entscheidung beobachtet worden, auch wenn sie sicher keine Aufbruchstimmung ausgelöst hätte.
Die KGaA hat jedoch keine Sensoren für die Akzeptanzschwellen der Fangemeinde. Zudem verkennen die Entscheider, dass sich ihre Marketing-Phrasen wie „Leisten. Liefern. Ergebnisse bringen“ an der sportlichen Realität brechen, zu der auch der Stil gehört, in dem der VfL auftritt.
So entsteht im Horizont einer störenden Wirklichkeit ein Kommunikationsdesaster, und zwar insofern, als das mitgeteilte „Leisten. Liefern. Ergebnisse bringen“ als Verschleierungszusammenhang beobachtet wird, der nun durch die übermäßige Vertragsverlängerung zerrissen ist. Das, was jetzt als Organisationskultur hervorlugt, dieses „Klüngeln. Taumeln. Posten sichern“, verspottet all jene Professionalisierungsziele, die mit der Ausgliederung angestrebt wurden.

Abseitsfalle   Artikel 745901   Donnerstag, 20. April 2017 22:35
Die Medienpartnerschaft von NOZ und VfL ist nun auf einem neuen Höhepunkt angelangt.

spitze70   Artikel 745896   Donnerstag, 20. April 2017 22:21
VFL und NOZ geht alles in 1 Topf

deverdad   Artikel 745891   Donnerstag, 20. April 2017 22:10
Vor einigen Wochen kursierte hier ja bereits das Gerücht, dass man mit Joe vorzeitig verlängert habe, aber die positiven Ergebnisse ausblieben, um die Rationale der Verlängerung kommunizieren zu können. Nun steht fest, dass unsere nach außen professionell wirkende Vereinsführung dem Klüngel aus alten Tagen verfallen zu sein scheint. Sowohl die Tatsache, dass angesichts des nur schwer zu ertragenden Rumpelfußballs eine Vertragsverlängerung per se nicht nachvollziehbar ist, verlängert man zudem um ganze drei Jahre. Zusätzlich wird im Anschluss versucht, der Öffentlichkeit weismachen zu wollen, dass der Sieg gegen Arminia Hannover der alleinige und entscheidende Trigger für die Verlängerung war und für all die katastrophalen Auftritte der Rückrunde entschädigt.
Der Osnabrücker Weg, mit dem die Vertragsverlängerung unter anderem kommuniziert und begründet wird, war eine gute Idee, ist aber symbolisch spätestens mit der Wiederverpflichtung von Koka Engel gefallen, als man sich ohne Not einen unterdurchschnittlichen Drittligaspieler für fast 5 Jahre ans Bein band.
Ich verstehe unter dem Konzept des Osnabrücker Wegs nicht das starre Festhalten an altem bzw. bekanntem Personal sowie systemlose Rückholaktionen, sondern die Fähigkeit, den Verein aus seinem nun seit Jahren anhaltenden Tiefschlaf zu holen. Dies gelang Joe und Wolle wunderbar als Spieler, als sie ein Symbol für Kampfgeist und Willensstärke und ehrliche Maloche in der Defensivarbeit waren. Genau diese Tugenden versuchen beide als Trainer vorzuleben, vernachlässigen jedoch auf fatale Weise, dass der Fußball sich über die Jahre entscheidend gewandelt hat und es zudem in jedem Team auch die nötige Kreativität geben muss.
Sowohl fußballerisch als auch in seiner Struktur lebt der VfL also in seiner Vergangenheit. Ich bin enttäuscht und wütend, ob der Personalentscheidungen der letzten Zeit und der daraus entscheidenden Art und Weise wie die Mannschaft Fußball spielt. Ich wünsche Joe alles Gute, er ist ein super Typ, aber als Trainer nicht der Richtige für den unseren Verein, der dringend frischen Wind benötigt.

rumpelstilzchen   Artikel 745873   Donnerstag, 20. April 2017 21:02
Ich bin ebenfalls über die Vertragsverlängerung entsetzt und desillusioniert. Dieser bisherige Ergebisfussball war in vielen Heimspielen grauenvoll, nicht attraktiv und oft ohne große Leidenschaft. Mit dieser Art von Fussball werden Zuschauer vertrieben und nicht gewonnen. Eine spielerische Entwicklung ist nicht erkennbar. Enochs und Schütte lassen das spielen, was sie selber gut konnten. Gegen den Ball arbeiten, aber nicht mit dem Ball spielen.

LILALIEBE   Artikel 745870   Donnerstag, 20. April 2017 20:53
Naja, besser arm dran als Arm ab.
Bodo   Artikel 745869   Donnerstag, 20. April 2017 20:49
Nach 35 Jahren Fansein beim VfL Osnabrück verstehe ich langsam, was etliche VfL-Veteranen mir immer wieder gesagt haben: dieser Verein kriegt es einfach nicht hin. Unvermögen und Pech fügen sich in einer ganz speziellen üblen Symbiose zusammen … Ähnlich wie S04 zwei Ligen über uns haben wir immer wieder die Wurst ganz dicht vor der Nase hängen und verkacken es dann, leider zunehmend aufgrund von Unvermögen und immer seltener durch Pech.
Nun denn.
Es ist und bleibt mein Verein, scheissegal in welcher Liga und Verfassung.

Reiche   Artikel 745867   Donnerstag, 20. April 2017 20:47
Also drei Jahre ist schon echt krass, ein Jahr hätte auch erstmal gereicht. So ist die vorzeitige Entlassung geradezu vorprogrammiert, und wenn man die Leistungen in der Rückrunde sieht, wahrscheinlich schon in der kommenden Saison. Walpurgis 2.0 gewissermaßen oder: jährlich grüßt das Murmeltier. Bin mal gespannt, ob die Gemütslage hier tatsächlich repräsentativ ist für die Stimmung und die Zuschauerzahl am Samstag. Wenn ja gibt’s gegen VfR Aalen einen Saisonminusrekord.

LilaWeisseKuh   Artikel 745865   Donnerstag, 20. April 2017 20:28
So endlich ist es raus, was schon lange klar war.
Zitat NOZ: „Hinter den Kulissen war es offenbar schon lange eingetütet“
Die NOZ wusste auch Bescheid, hat aber nix geschrieben!!! Das nennt man wohl modernen Journalismus.
Klüngelei geht auf allen Ebenen weiter.
Na denn man tau.

Biernot   Artikel 745864   Donnerstag, 20. April 2017 20:24
Einfach u n f a s s b a r, dass man aus alten Fehlern nicht lernt. Hier geht es schon lange nur noch um einzelne Personen und Klüngelei und nicht mehr um sportlichen Erfolg und die Art und Weise, w i e man Fussball spielt. Schauen wir mal, was für einen Rumpelfussball wir nächste Saison zu Gesicht bekommen. Liga 2 ist weit weit weg, wir können wohl die nächsten 3 Jahre froh sein, wenn es weiterhin für 3-Liga-Fussball reicht. 3 Jahre Vertragsverlängerung … bin echt geschockt und bedient, aber wundern tut mich das nicht wirklich. Der VfL ist wie eine alt eingeschworene Nachbarsiedlung, da kommste als Aussenstehender einfach nicht rein.

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Über rainer kühn

Den autoritären Charakter findet man leider von links bis erwartet rechts in allen Schwatzbuden des Internetzls. (Theodor W. Adorno & seine kritische Theorie)
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