Keiner redet vom Wettern

DSCN1767

Wir wetterten & wettern since 1848.

Im Mittelhochdeutschen bedeutet wettern so viel wie „schimpfen, scherzen, spielen, spotten“. Eine Aktivität, die vor allem bei Verärgerung auftritt und zu einer Tirade oder Kanonade werden kann. Bisher wurden wunderbare Tiraden schriftstellerisch verfaßt, besonders und mäandernd von etwa Eckhard Henscheid. Die Kunst der Kanonade ist zu treffen im Wissen, daß trotzalledem alles so weitergeht, wie es geht. Wettern kann  aggressiv, aber auch eine Rückzugsstrategie sein: vor sich hin wettern.
Der als misstönend empfundene Gesang der Rohrammer hat Anlass zu der Redensart „Er schimpft wie ein Rohrspatz“ gegeben. So ist es: Das Wettern muß aesthetisch bleiben und kritisch unterfüttert sein, so die Theoretiker seit Erscheinen des Wetternmanifests.

Advertisements

Über rainer kühn

Den autoritären Charakter findet man leider von links bis erwartet rechts in allen Schwatzbuden des Internetzls. (Theodor W. Adorno & seine kritische Theorie)
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Kunst & Buch, Zeitdiagnostik veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s