Zusammen- und Entgegenstellung

A) Claudia W.* lebt als Privatdozentin gelegentlich von Hartz IV
und dem Einkommen ihres Partners. Rolf F.* schreibt einen
Forschungsantrag nach dem anderen, um seine Stelle zu sichern.
Petra G.* ist nach vielen Mühen und Sackgassen aus der
Wissenschaft ausgestiegen und arbeitet nun als …
Seit mehreren Jahren sind die prekären Beschäftigungsverhältnisse an den deutschen Hochschulen ein beliebtes Feuilletonthema. Man ist sich, abgesehen von einigen unbeirrbaren Neoliberalen und den Wächtern über die »schwarze Null«, auch weitgehend einig, dass die Zustände mindestens nicht in Ordnung, wenn nicht gar skandalös sind.
Die Mehrheit der im Universitätssystem um Stellen Konkurrierenden hat keine Aussicht …

B) Laut der letzten Erhebung des Statistischen Bundesamtes lebten im Jahr 2012 durchschnittlich 4,5 Millionen Menschen von Hartz IV. Allein in Berlin bekam nahezu jeder Fünfte die sogenannten Mindestsicherungsleistungen in Höhe von derzeit 391 Euro, zuzüglich Wohnkostenbeihilfe und Krankenkassenbeiträgen. Dennoch wird Hartz IV nach wie vor als etwas wahrgenommen, das fast ausschließlich die schlecht ausgebildete, tendenziell als verwahrlost geltende Unterschicht betrifft. In Wirklichkeit arbeiten jedoch auch bildende Künstler und Kreative in prekären Verhältnissen. Und viele von ihnen leben von und mit Hartz IV …

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Über rainer kühn

Den autoritären Charakter findet man leider von links bis erwartet rechts in allen Schwatzbuden des Internetzls. (Theodor W. Adorno & seine kritische Theorie)
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2 Antworten zu Zusammen- und Entgegenstellung

  1. Manfred Voita schreibt:

    Auch wenn der Organisationsgrad dieser Beschäftigtengruppe wohl nie sehr hoch war, ist es letztlich eben doch nur ein weiterer Beleg dafür, dass fehlende gewerkschaftliche Organisation nicht zu ersetzen ist. Auch wenn unsere Gewerkschaften wenig Anlass bieten, sich in ihnen zu organisieren.

    • rainer kühn schreibt:

      Das stimmt! Seit 1985 war ich in den je zugewiesenen Gewerkschaften, auch als Freiberufler, auch in der KSK. Angestellt ist schon sofasicher, aber anders läßt es sich doch auch leben. Wenn nicht gut, so doch eigenwilliger. 😉 Ich werde nun aber aus der ver.di austreten, bekomme seit der Insolvenzfusion der MZ keine Pressekarte mehr, und die war das letzte, was sich als Beiträger lohnte. Tja.

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