Hammer der Woche

Da baut die Stadt Freiburg also nach über zehn Jahren Planung an einer Stelle, die ganz verräterisch »Platz der Alten Synagoge« heißt, und ist allen Ernstes überrascht, etwas von ebenjener alten Synagoge zu finden.
An der Stelle der alten Synagoge soll ein Brunnen entstehen, der genau ihrem Umriss entspricht. An sich eine gute Idee, auch die Jüdische Gemeinde stimmte damals zu. Nun behindern aber die gefundenen Steine den Bau des Brunnens. Und einen Alternativplan gibt es nicht. Also müssen die noch erhaltenen Fundamentreste zerstört werden, um der durch die Nazis zerstörten Synagoge gedenken zu können – wenn das nicht logisch klingt.

Den Titel Hammer der Woche
habe ich mir von meinem Lieblingssender
nur geliehen, guckst Du hier 2:30 für Dresden
und hier für den Ort, gegen den ich in meiner
höchsteigenen Jugend Fußball gespielt habe.

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Über rainer kühn

Den autoritären Charakter findet man leider von links bis erwartet rechts in allen Schwatzbuden des Internetzls. (Theodor W. Adorno & seine kritische Theorie)
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4 Antworten zu Hammer der Woche

  1. Manfred Voita schreibt:

    Denkmalschutz in Dresden… also das wenigstens muss man denen doch zugestehen, das Denkmal ist gut geschützt, sogar durch ein zusätzliches Geländer. Und Geld, also wenn wir als Bundesrepublik irgendetwas haben, dann doch wohl Geld.

  2. Manfred Voita schreibt:

    Und so ein Andreaskreuz ist doch auch ein gestalterisches Element in so einer kargen ländlichen Landschaft. Schließlich erfüllt es auch noch den Zweck, den Leuten klar zu machen, dass der Zug hier für sie längst abgefahren ist.

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