Fan, shop!

Und die kapitalisierten Traditionsvereine brauchen – genau wie Red Bull und jedes andere Unternehmen auch – Kunden, die ihr Produkt kaufen. Dass diese Kundschaft aus Fans besteht, die davon überzeugt sind, dass der eigentliche Daseinszweck ihres Lieblingsklubs noch immer das Fußballspiel als solches ist, macht das Marketing erheblich einfacher, weil emotionale Bindung – auch über den Verweis auf „Tradition“ und „Fankultur“ – umsatzfördernd ist. Das mag herzlos klingen, aber die Totalität der kapitalistischen Vergesellschaftung hat den Fußball nun mal längst eingeschlossen.
Und es stellt sich auch die Frage, welches Idyll da eigentlich beschworen wird, wenn RB Leipzig mal wieder als „Rattenball“ oder „Bullenseuche“ verunglimpft wird. Um die Proteste gegen RBL und ihre Motivation, um den Fußball im Kapitalismus ganz allgemein und um die Problematik, die mit der Romantisierung des scheinbar Ursprünglichen und Authentischen einhergeht, geht es im Vortrag von Alex Feuerherdt. Der Referent ist freier Publizist und lebt in Köln. Er schreibt für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften, unter anderem für „Konkret“, die „Jungle World“ und die „Jüdische Allgemeine“.

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Über rainer kühn

Den autoritären Charakter findet man leider von links bis erwartet rechts in allen Schwatzbuden des Internetzls. (Theodor W. Adorno & seine kritische Theorie)
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