Als ich einmal Mario Basler im Nacken saß

Der neue Brückenpfeiler konnte mit diesem meinem schon eingeplanten Text nicht mehr bestückt werden, weil ein lässliches Interview zu lang wurde und der gute Daniel mir absagen mußte. Klar, gerne, für Daniel alle Daumen hoch. Hier also das Ausgesparte:

Als ich einmal Mario Basler im Nacken saß

Es begab sich zu der Zeit, als ich wieder ständig an der Bremer Brücke aufzulaufen begonnen hatte, wenn meine ollen Lila-Weißen einen Gegner kompakt nach Hause zu schicken sich anschickten. Erst aber mußte immer die Westfalenbahn genommen werden, über Kattenvenne, Lengerich und Hasbergen zum schönsten Bahnhof Niedersachsens. Und die Fahrt zum in Rede stehenden Spiel erleichterte mir in diesem Fall ein alter Kämpe vom Niederrhein, RWO-Schal, Bier und schöne Geschichten die ganze Zugfahrt lang.
Wir schlenderten noch zusammen am Klushügel vorbei zum Ort des Geschehens, dann trennten sich unsere Wege mit einem normalen auf Nimmer-wieder-gesehen.
Das Spiel war dann mau, mit Sonne und Regen, aber schön glänzten die damals güldenen Rückennummern, besonders die 26 von Jan Fußballgott Tauer. Riemann stand noch im Tor, konnte den Endstand zum 1:1 aber auch nicht verhindern. Im Gedächtnis geblieben ist mir das schöne Banner am Zaun der Ostkurve für den Dribbel-Fuchs und Haarprachtträger Kevin Kampl: „Schenkst Du mir bitte Dein Trikot?“
Und die Trainer, die Trainer hießen Pele Wollitz und Mario Basler und rannten und kommentierten um die Wette das Spiel. Und weil ich ausnahmsweise Mal eine Karte für die Südtribüne hinter den Trainerbänken gezogen hatte, saß ich dem mir sympathischen Kettenraucher und Kost-nicht-Verächter sowie Zitatenschmied Mario Basler im Nacken. – – – Aber – siehe oben – geholfen hat es leider nicht.

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Über rainer kühn

Den autoritären Charakter findet man leider von links bis erwartet rechts in allen Schwatzbuden des Internetzls. (Theodor W. Adorno & seine kritische Theorie)
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