Brief in die Nacht der Arbeitsgemeinschaft

 Journalisten, liebes ARD-Nachtmagazin,

machen sich nicht gemein, auch nicht mit der guten Sache. Das hat Hanns Joachim Friedrichs gesagt, der früher mal die Tagesthemen moderiert hat. Journalisten würden also folgendes nicht machen: Erst lang und breit die neuesten Bilder der deutschen Asylantenliebe bereitstellen; dann in dreißig dürren Sekunden das Allernötigste über die zwei jüngsten Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte berichten; schließlich sich für eine hauseigene Kampagne zur Verfügung stellen, die gute Nachrichten aus dem guten Welcome-Deutschland sammeln will. Wo die schlechten aus dem nicht so guten Nazideutschland ja von selbst kommen, gell.
Wer so was tut, liebes ARD-Nachtmagazin, der ist kein Journalist. Wer so was tut, ist bloß ein Patriot.

Denkt nicht an Deutschland in der Nacht: Titanic

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Über rainer kühn

Den autoritären Charakter findet man leider von links bis erwartet rechts in allen Schwatzbuden des Internetzls. (Theodor W. Adorno & seine kritische Theorie)
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2 Antworten zu Brief in die Nacht der Arbeitsgemeinschaft

  1. Manfred Voita schreibt:

    Spätestens seit der Griechenland-Berichterstattung wissen wir – leider – , dass zumindest die Berichterstattung der Hauptnachrichtensendung schon den Anschein von Unabhängigkeit zu fürchten scheint. Right or wrong – my country, man ist auf Linie.

  2. R8BB schreibt:

    Volle Zustimmung.

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