Wut ja, immer – aber gerne auch ein bisserl alte kritische Theorie dazu

„Gestern erteilte Michael Kortländer vom Verein zur Veranstaltung von Kunstausstellungen dem prominenten Künstler während der Pressekonferenz das Wort. Es folgte eine anderthalbstündige Wutrede, eine Abrechnung mit dem Kunstmarkt, der Politik und den aktuellen Skandalen von Kunstfälschung, Betrug und den umstrittenen Warhol-Verkäufen.
Für ihn sei dieser Preis eine tolle Sache, sagte Felix Droese, wo er doch aus der eigenen Biografie herausgewachsen sei und sich vom Kunstmarkt und -geschehen entfernt habe. „Ich bin in der ausgezeichneten Situation, meinen Freiraum bewahren zu können. Ich stehe nicht unter Arbeitsdruck, meine Lager sind mit Vorräten gut gefüllt.“ Ein Künstler habe in unserer Gesellschaft immer nur zehn wichtige Jahre. Danach wäre es gut, wenn er tot wäre oder zumindest nicht mehr störe. „Die Nobilitierung von Kunst, die Wertschätzung, die Liebe, das ist schon lange nicht mehr so wichtig wie Spekulation und Kaufpreis“, sagt Droese. „Die Raffgier auf dem Kunstmarkt findet kein Ende“.

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Über rainer kühn

Den autoritären Charakter findet man leider von links bis erwartet rechts in allen Schwatzbuden des Internetzls. (Theodor W. Adorno & seine kritische Theorie)
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