Politischer Advent

Reden, das lehren Erfahrung und Geschichte, bewegen nur dann etwas, wenn sie das sagen, was das Publikum, wie bewußt auch immer, hören will, und es ist ja nicht so gewesen, daß Goebbels im Sportpalast einen Saal Antifaschisten zum totalen Krieg hat peitschen können. „Große“ Reden sind keine irritierenden Reden, und jeder Westberliner wollte hören, daß Kennedy ebenfalls Berliner sei, und jeder Volksgenosse, er sei 1945 von seinem Führer „befreit“ worden, weshalb Weizsäckers verlogene Schleimrede von 1985 nach wie vor als „große“ gilt. Also fährt, nehmen wir es an, der schwarze US-Präsident Obama nach Ferguson und sagt, Rassismus sei nicht gut und aber die US-amerikanische Gesellschaft rassistisch. Ein Trost, gewiß, für jene, die unter diesem Rassismus zu leiden haben, ihm zum Opfer fallen, aber kein Grund für die weiße Mehrheit, die den Freispruch für den weißen Polizisten gutheißt, eine Position zu überdenken, von der sie unter Umständen nicht einmal weiß, daß sie sie hat. (Es gibt ja bekanntlich auch keine Antisemiten in Deutschland. Es gibt nur mündige Bürger, die auf ihr Recht pochen, Israel auf seine ständigen Verbrechen hinzuweisen.)
Gärtners kritisches Sonntagsfrühstück

Über rainer kühn

Den autoritären Charakter findet man leider von links bis erwartet rechts in allen Schwatzbuden des Internetzls. (Theodor W. Adorno & seine kritische Theorie)
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