Sex ist nicht nur Sex: LWL weiß Bescheid

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zeigt ab Freitag (11.10.) ein ganzes Jahr lang die neue Ausstellung „Sex und Evolution“ im Naturkundemuseum in Münster. Die Schau mit 450 Exponaten und Objekten widmet sich auf über 500 Quadratmetern der „schönsten Sache der Welt“. Den Besucher erwarten tiefe und gleichzeitig ausschweifende Einblicke in der kommenden Sonderausstellung.
LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch: „Der entscheidende Vorteil von Sex aus biologischer Sicht ist, dass er es einer Art ermöglicht, Nachkommen mit unterschiedlichen Eigenschaften zu bekommen und sich damit besser an Veränderungen ihrer Umwelt anzupassen.“ Wie Männchen ticken und was Weibchen wollen, darauf will die PiepmatzSex-Show eine Antwort geben. Gezeigt wird zum Beispiel das skurrile Paarungsverhalten der Bettwanze ebenso wie die Verführungskünste des Laubenvogels. Kirsch: „Die Besucher betreten mit uns das Schlafzimmer der Natur.“ Konzipiert ist die Ausstellung ohne Alterseinschränkung für Familien mit Kindern, Studenten, Erwachsene bis hin zu den Senioren.
Zwei Jahre lang bereiteten die Ausstellungsmacher Lisa Klepfer und Dr. Jan Ole Kriegs unter der Leitung von Museumsdirektor Dr. Alfred Hendricks die Ausstellung vor. Das LWL-Museum hat bei dieser Sonderausstellung wieder mit Prof. Cordula Hesselbarth vom Fachbereich Design der Fachhochschule Münster zusammen gearbeitet. Zahlreiche Studentenarbeiten sind in der Ausstellung zu sehen.  – Eine der Arbeiten hat sich auch mit den Zwittertieren auseinandergesetzt und in Form von Grafiken und Kurztexten auf Stelen das ungewöhnliche Thema aufgearbeitet. – Im Tierreich ist Homosexualität weit verbreitet: Bei über 1.500 Tierarten wurde Homosexualität bereits wissenschaftlich dokumentiert, bei 300 auf seine Bedeutung hin untersucht, darunter Delfine, Giraffen und Pinguine. – Die Männchen vieler Spinnenarten werden nach dem Akt von den Weibchen verzerrt. Diese Verhaltensweise wird als sexueller Kannibalismus bezeichnet. Die Designerin und Modellbauerin Julia Stoess hat in fünfmonatiger Arbeit alle Körperteile einer Wespenspinne maßstabsgerecht vergrößert modelliert, mit Silikon abgeformt und anschließend mit Kunststoff ausgegossen, die Haare implantiert und das Modell koloriert.
Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung „Sex und Evolution“
von Lisa Klepfer und Jan Ole Kriegs. 112 Seiten, 14,80 Euro.

Über rainer kühn

Den autoritären Charakter findet man leider von links bis erwartet rechts in allen Schwatzbuden des Internetzls. (Theodor W. Adorno & seine kritische Theorie)
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