Nur nicht in den Aasee fallen: Mikrocystine!

MZ. Irgendwo zwischen Wolfsburg und Berlin, am Sonntag um 15.30 Uhr, vibrierte das Blackberry von Daniel Bahr. Er schaute auf die SMS und wusste: Es wird knapp. Sehr knapp. Vermutlich geht es sogar schief. Die SMS kam von Philipp Rösler und lautete: „Die Institute sehen uns nicht sicher drin.“ –
Die Parteiführung hatte am Sonntagmorgen nach Berlin befohlen. Bahr wäre gerne in Münster geblieben. Dann hätte er sich wenigstens im Rathaus über 6,8 Prozent der Stimmen für seine Partei in Münster freuen können. Oder über die fünf Prozent Erststimmen für ihn. So viel hat kaum ein anderer FDP-Kandidat in Deutschland erreicht.
Daniel Bahr war im Fernsehen kaum zu sehen. Fast so, als wollte er nicht mit reingezogen werden in den Abwärtsstrudel. Vielleicht aber auch, weil die Medien ihn am wenigstens in der Verantwortung sahen für das Debakel. „Natürlich trage ich eine Mitverantwortung“, gibt Bahr zu. Doch er ist auch sauer.
Er muss seine drei Mitarbeiter entlassen und ihnen bei der Jobsuche helfen. Danach ist Daniel Bahr arbeitslos. Er joggt dann um den Aasee, holt Brötchen für die Familie. –
Bahr wird nicht ins Bodenlose fallen. Der Staat sorgt für sein Personal, auch wenn es gehen muss. Der Bund der Steuerzahler hat Anfang dieser Woche ausgerechnet, womit Bahr zu rechnen hat: Er bekommt Übergangsgeld in voller Höhe seines Gehaltes, also 14.000 Euro monatlich. Drei Monate in voller Höhe, danach die Hälfte, zwei Jahre lang. Hat er vorher einen neuen Job, wird das Gehalt verrechnet.
Auch im Alter ist Bahr schon jetzt abgesichert. Er hat bereits nach vier Jahren als Staatssekretär oder Minister Anspruch auf 28 Prozent seines Gehaltes, sobald er das Rentenalter erreicht hat. Der Steuerzahlerbund spricht von 4000 Euro monatlich – und hält das Versorgungsniveau für „unverhältnismäßig“ hoch. – Lesen Sie alles auf: muensterschezeitung.de/lokales/muenster/Noch-Gesundheitsminister-Daniel-Bahr-faellt-nach-dem-Wahl-Debakel-nicht-ins-Bodenlose;art993,2138817#plx260860202

Über rainer kühn

Den autoritären Charakter findet man leider von links bis erwartet rechts in allen Schwatzbuden des Internetzls. (Theodor W. Adorno & seine kritische Theorie)
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