Aus der Besserbar: Form und Inhalt

Durchaus lobend zu erwähnen ist das Engagement des Wochenmagazins »Der Freitag« mit Sitz am Hegelplatz Berlin-Mitte in Sachen Leserbeteiligung. Abgesehen von teils indiskutablen Ladezeiten stellt kaum ein anderes deutsches Printmedium seinen Lesern eine derart professionelle und prominente Community zur Verfügung.
Diese positive Seite läuft allerdings Gefahr, angesichts der innerhalb der Community verbreiteten Ansichten negiert zu werden. Zu radikal sind manche Texte, zu persönlich Fehden. Hinzu gesellt sich eine Moderation, die sich dem Anschein nach den »lautesten« Bloggern unterwirft, parteiisch auftritt – so jedenfalls der entstehende Eindruck. Das Ergebnis ist, dass Schreiber zum Schweigen gebracht werden, die über eine reflektiertere Weltsicht verfügen und nicht gewillt sind, »einfachste Lösungen« anzuerkennen. Das schadet der Qualität und mittlerweile muss man sich als Leser der Blogs die Frage stellen, inwiefern der Community-Bereich bereits durch Radikale instrumentalisiert wurde. So droht ein durchaus positives Experiment inhaltlich zu scheitern, um das es gerade in Deutschland schade wäre, fehlt doch anderen Magazinen offenbar der Mut, sich dem Medium Internet wirklich zu öffnen.
Zwei Zitate vom Metropolenmond

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Über rainer kühn

Den autoritären Charakter findet man leider von links bis erwartet rechts in allen Schwatzbuden des Internetzls. (Theodor W. Adorno & seine kritische Theorie)
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