Fußball-EM in Israel

Wenn in zwei Jahren die nächste U21-Europameisterschaft im Fußball ansteht, wird es zu einer Premiere kommen. Denn das Turnier wird erstmals nicht auf europäischem Boden ausgetragen werden – sondern im Nahen Osten, genauer gesagt: in Israel. Ende Januar hatte die Uefa beschlossen, die EM an den jüdischen Staat zu vergeben, der vor nunmehr genau 20 Jahren in den europäischen Fußballverband aufgenommen wurde und mit dem Auftrag, die wichtigste europäische Juniorenmeisterschaft auszurichten, den wohl größten sportpolitischen Erfolg seiner Fußballgeschichte feiern kann. Weiter lesen. Un be dingt.
Bis zum letzten Absatz:
Gelegentlich ist der israelische Fußball aber auch hier Boykottaktivitäten ausgesetzt, wie das Beispiel Ashkan Dejagah zeigt. Der Wolfsburger Bundesligaprofi weigerte sich Anfang Oktober 2007, mit zum Europameisterschafts-Qualifikationsspiel der deutschen U21-Auswahl in Israel zu reisen, und machte dafür explizit »politische Gründe« geltend: »Ich habe mehr iranisches als deutsches Blut in meinen Adern. Außerdem tue ich es aus Respekt, schließlich sind meine Eltern Iraner.« In der Öffentlichkeit wurde Kritik an Dejagah laut, doch DFB-Präsident Theo Zwanziger blieb passiv; Konsequenzen für Dejagah hatte dessen Weigerung nicht. Im Rückspiel gegen Israel in Duisburg fehlte der Spieler dann übrigens ebenfalls – diesmal offiziell wegen einer »schweren Zerrung«.

Über rainer kühn

Den autoritären Charakter findet man leider von links bis erwartet rechts in allen Schwatzbuden des Internetzls. (Theodor W. Adorno & seine kritische Theorie)
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