Der Körper ist heut‘ das Zeichen / Hirn soll endlich weichen

Vom Tat-tu als Selbstverletzung zum ‚Selbst‘-Attentäter mit möglichst großem Kollateralschaden in Paradis, Nitza, Würsburg, Münschen, Kabuhl, Ambsbach und in „Zuhkumpft“ anderswo …
Die Leute halten sich heutzutage fit. Nicht in prekärer Gemeinsamkeit im Verein um die Ecke mit lecker Bierchen hinterher, sondern als Einzelkapital im Studio, Mädchen mit Highheels und Brustimplantatwunsch in Castingagenturen, Jungs mit Kampfsport und seltsamen Frisuren untenrum im Gesicht in BodyBildungsZentren. Die aesthetischen Risiken sind leicht zu bewerten, doch im realen Leben kommt dieser Jugend dann der ‚Transporter‘ àla Statham und näht beide Fit-Praktiken auf Leinwand zusammen. Auf Leinwand ist das Kunst; im Leben ist das eine gewordene Dummheit der Massen der Massenmedienkonsumenten. Alles Ich-AGs, alles Kapitalismus. Kapitalismus in digitalen Zeiten.

Von Woodstook zu Fight Club, mal drüber nachdenken … oder: Killekille Billy the Kid

Hintergrundwissen: Vom geklauten Frühstücksei zur Korruptionspension. Vom abgesparten Schrottauto zum firmierenden Dienstwagen. Von der Audiisierung des mobilen Kapitalismus zur kriminellen Durchseuchung der Gesamtgesellschaft. Kurz: Wo „wir“ ‚leben‘. Im Tatort Standort 11/2015ff.

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Wir posten und bloggen, wir blocken und machen doch weiter weiter weiter …

Hermann L. Gremliza liest seine Konkret-Kolumne „Hase19 ruft LatteM“ im freien Radio; und mehr hören kann jeder in der Tube. Hier geht es um den Mitteilungszwangscharakter, dem der Buchstabe der Arsch ist, der getreten wird, dem Grammatik ein Fremdling in der deutsch bepißten Jogginghose ist, der nur mit dem hohen rechten Arm die Tastatur zu quälen scheint. Einfach mal zuhören: eine ganz ganz tolle Tugend.

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Worum es INWIRKLICHKEIT geht:

http://www.christiansteiffen.com/ Einfach mitsingen!

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Das Radio/die Musik

Immer war es schon im südnorddeutschen Rundfunkbereich der WDR, der Info und Rhythmus ans Ohr brachte. Dann Einzelkämpferausbildung, dann Philosophie und Literaturwissenschaft. Jetzt ein großes Gucken. Hahahahaha!

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Mein Vater

hätte heute seinen 89. Geburtstag gefeiert. Hätte, hätte, Fahrradkette: wie die Fans so sagen. Mein Vater ist kurz bevor König Otto Griechenlandmeister wurde (04) schon gestorben. Hätte ich ihm gegönnt, diese EM, hätte er applaudiert, der Gewerkschafter und leider trotz meiner Einreden ewig SPD-Wähler. So sind halt die Stahlarbeiter in Osnabrück. Stur, aber Bremer Brücke. Und so nahm er mich mit zu den Aufstiegsspielen zur Bundesliga Mitte der 70er Jahre. Auf die Nord, wo früher im Stehen wenig zu sehen war für mich, wo ich aber heute noch sitze, wenn ich nicht mit Heike in der Ost singe.
Sport, tja, verfolgt mich: Illoshöhe nicht nur VfL-Platz, auch Bundesjugendspiele.
Lagerhalle, Grüner Jäger, Roter Käfer, Rensmanns Feld. So wars, damals. So:
https://rainerkuehn.blogger.de/stories/2595800/

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SMS

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Armer Norbert

der Du als „lose Schlaufe“ der offiziösen ‚Kulturkritik‘ ein Opfer bist:

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