Dialektik im Treffpunkt lila-weiß

Altfan
806493 | MO 16.09.2019 – 20:51 Uhr beim Stand von 1:0 für Pauli vs HSV

Jetzt kriegen die Zecken auch noch Oberwasser. Ich krieg die Krätze. Mist man.  Gerade vor dem Spiel gegen unseren VFL.  Unglücklicher kann’s nicht laufen.

Wupper
806496 | MO 16.09.2019 – 21:07 Uhr beim Stand von 1:0 für Pauli vs HSV
Und Altfan outet sich heute als Weltbürger.

„Zecke, häufig auch im Plural Zecken, ist ein in Deutschlands rechtsextremem Umfeld entstandener und gebräuchlicher Begriff, mit dem Andersdenkende abgewertet und beleidigt werden, insbesondere Linke und Punks. In der Ideologie des heutigen Rechtsextremismus gehören sogenannte Zecken zu den Hauptfeindbildern und gelten als „Undeutsche in Ideologie und Kultur“. Die Abwertung von Menschen als Zecken, also Parasiten, knüpft an die in der Sprache des Nationalsozialismus gebräuchlichen Tiermetaphern an. Im Nationalsozialismus waren die Begriffe „Volksschädlinge“ und „jüdische Parasiten“ weit verbreitet. Diese Schädlingsmetaphern sind auch heute in rechtsextremer Musik weit verbreitet und können auch als indirekte Tötungsaufforderungen gewertet werden. Gewalttaten der Rechtsextremen wurden oft als „Zecken klatschen“ bezeichnet.

Streifenpullover
806499 | MO 16.09.2019 – 21:30 Uhr beim Stand von 1:0 für Pauli vs HSV

@Wupper: Die Fans von Pauli bezeichnen sich selber so. Haben das gerade auch noch mal gesanglich klargestellt.

Wupper
806500 | MO 16.09.2019 – 21:33 Uhr

Das weiß ich, aber die auswärtigen Fans wissen das nun mal nicht. Oder wolltest du damit sagen, dass das Wort „Zecke“ eine völlig harmlose Bezeichnung für andere Menschen ist?

allwetterfan
806501 | MO 16.09.2019 – 21:34 Uhr

Wuppertal, bitte erst informieren, bevor Du einen absolut korrekten Typen vollkommen unberechtigt auch nur indirekt in die Nähe irgendeiner rechten Ecke stellst. Danke!
Wer sich selbst im Stadion als „asoziale Zecke“ besingt  darf auch so genannt werden.

Wupper
806502 | MO 16.09.2019 – 21:38 Uhr

Herrje, wenn sie sich selbst so bezeichnen, indem sie Nazi-Schmährufe karikieren, hat das eine ganz andere Qualität, als wenn Außenstehende das eindeutig rechtsradikale Schimpfwort benutzen.

Streifenpullover
806504 | MO 16.09.2019 – 21:45 Uhr

@Wupper: Natürlich wissen auswärtige Fans das, oder willst du mir unterstellen, ich sei Fan des etwas anderen Vereins?Und ich pflichte allwetterfan bei: Wenn die Paulianer sich selber so bezeichnen, darf das auch jeder andere tun.

allwetterfan
806505 | MO 16.09.2019 – 21:48 Uhr

Wupper, der Zusatz ‚tal‘ entsprang der Autokorrektur, sorry.
Inhaltlich bleibe ich dabei.

Altfan
806507 | MO 16.09.2019 – 21:56 Uhr

@wupper Von Rechtsextremismus und diesem Gedankengut distanziere ich mich deutlich.  Den Begriff habe ich von manchen Fußballfans übernommen, die in Verbindung zu St.  Pauli von diesem Wort Gebrauch machen.  Daß dieses Wort eine solche Bedeutung haben könnte, war mir bislang unbekannt.  Ich entschuldige mich bei allen dafür, sollte dies wirklich so aufgenommen worden sein.  Es war definitiv nicht so gemeint.

Wupper
806509 | MO 16.09.2019 – 21:58 Uhr beim Stand von 2:0 für Pauli vs HSV

Alles gut, Altfan, die Zecken führen nun 2:0, was mich freut.

Streifenpullover und allwetterfan sind die Dummen im Treffpunkt, 
Wupper und Altfan dagegen sind echter Fußball. Viele andere auch.

B e w e i s :

Streifenpullover
806519 | MO 16.09.2019 – 22:38 Uhr

In meinen Augen ist die Bezeichnung „Nazi“ für jeden, der politisch rechts einsortiert ist, aus diesen zwei Gründen ein Unding. Erstens sind Nazis eine Erscheinung, die seit 75 Jahren gestoppt ist. Wer Nazi ist, ist um die 100 Jahre alt. Zweitens stellt man den Menschen damit mit einer Personengruppe gleich, die mal eben sechs Millionen Menschen im vielleicht schlimmsten Verbrechen der Menschheit abgeschlachtet haben. Gerade mit dem Begriff sollte man heutzutage sehr vorsichtig sein, da finde ich „Zecke“ tatsächlich weitaus weniger schlimm.

Wupper
806526 | MO 16.09.2019 – 23:06 Uhr

„Erstens sind Nazis eine Erscheinung, die seit 75 Jahren gestoppt ist. “
Das ist ja prima, streifenpullover. All die Höckes und sonstigen Neonazis gibt es also gar nicht? Toll! Und die Faschisten in Italien bilde ich mir nur ein? Klasse. Und Le Pen ist nur ein Hirngespinst? Hurra!
Du solltest dich auf Fußball konzentrieren, das machst du ganz ordentlich.

LilaweissinNordhorn
806528 | MO 16.09.2019 – 23:09 Uhr

Beim Begriff Zecke geht es mir auch nicht um St. Pauli-Fans, sondern um Linke, Punks oder andere, die sehr wohl rechter Aggression ausgesetzt sind.

Streifenpullover
806529 | MO 16.09.2019 – 23:22 Uhr

@Wupper: Und genau DAS ist diese schädliche Ignoranz, die mich in den Diskussionen über dieses Thema heutzutage so ankotzt!
Noch einmal für dich: Nazis waren die Menschen, die von 1933 bis 1945 in Deutschland an der Macht waren. Dabei sollte man es auch belassen.

Altfan
806530 | MO 16.09.2019 – 23:26 Uhr

Zurück zum spocht  . . .

allwetterfan
806532 | MO 16.09.2019 – 23:31 Uhr

Für St. Pauli ist die Zecke fast auf Maskottchenstatus, und dann sehe ich auch kein Problem darin, Pauli-Fans so zu bezeichnen. Das hat für mich nichts mit Missachtung von political correctness zu tun, die ich bekanntlich sehr ernst nehme.

Ali Boelzen
806533 | MO 16.09.2019 – 23:35 Uhr

@Streifenpullover: Und was ist mit Holocaustleugnern? Sind das keine Nazis, wenn sie jünger sind als 100 Jahre? Oder die Reisegruppe, mit der vor ein paar Jahren der brandenburgische Spitzenkandidat der AfD unterwegs war: jene Reisegruppe, die eine Hakenkreuzfahne am Balkon flattern ließ?

Wupper
806534 | MO 16.09.2019 – 23:51 Uhr

Ach, Streifenpullover, deine Wissenslücken zeugen von einem miserablen Geschichtsunterricht, falls du einen hattest. Auch die alten Nazis waren vor ihrer Machtübernahme keine Massenmörder und dennoch Nazis. Kapier das einfach.

Und laß Deine ‚K r i t i k‘ an Personen/Spielern. Nichtsnutzig sowieso.
Nach dem heutigen SpielTag sowieso.
Hoffentlich ist Streifi kein Ostercappelner. Wäre zum Herkunftsschämen.

 

johannholtrop
806535 | MO 17.09.2019 – 00:12 Uhr

was nazis sind, konnte man am Sonntag bei Berlin Direkt  sehen. Hat auch noch mal deutlich gemacht, dass es dann doch schlimmeres als ein verlorenes Spiel gibt.

Streifenpullover
806536 | MO 17.09.2019 – 00:12 Uhr

@Wupper: Wir können beide froh sein, dass ich gerade nicht an einem Tisch sitze, sonst würde mein Kopf jetzt rhythmisch auf Selbigem aufschlagen.
Wer vor 1933 Nazi war, hatte ja immerhin ganz zwölf Jahre Zeit, um sich von dem widerlichen System zu lösen. Ich weiß, es war damals nicht ganz einfach, aber die Wahl hatte trotzdem jeder. Wer aus Angst dennoch einen staatlich verordneten Massenmord unterstützt hat, ist eben auch kein Heiliger.
@Ali: Ich denke, ich habe ziemlich eindeutig aufgezeigt, wer für mich alles Nazi ist bzw. war. Holocaustleugner sind für mich auch keine Nazis, solange sie nicht bis 1945 im Nationalsozialismus aktiv waren. Holocaustleugner sind für mich einfach nur Spinner, manche vielleicht sogar aktive Neo-Nazis, keine Ahnung. Und die Reisegruppe wird dann möglicherweise der Neo-Nazi-Szene zugehörig gewesen sein, denke ich. Ich kenne den Fall nicht, gehe aber mal nicht davon aus, dass von denen einer seinerzeit im Dritten Reich gedient hat.

Wupper
806537 | MO 17.09.2019 – 00:28 Uhr

Wir halten nach einer Stunde vergeblichen Nachhilfeunterrichtes fest: Es gibt keine Nazis mehr! Danke, Streifenpullover!

Danke, Wupper. So geht Fußball.
So geht Zur-Kenntlichkeit-entstellen.
So geht Aufklärung. So isses. Leider.
Streifi ist ein Depp, immer gewesen.

 

 

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Gerechte Bewertung

„Alleine Kühn kann man keinen Vorwurf machen.“
Streifenpullover, Treffpunkt lila-weiß, Art. 806494

Kühn ist der Hüter, eine No.2 als 1. Grundgütig und since ever nie wirklich weg.
Freilich, Drochtersen, „seine Vergangenheit könnte sehr viel mit unserer Zukunft zu tun haben.“ (Daylight, Filmzitat)

„Er hat gehalten, was er halten musste, beim Gegentor chancenlos und auch ansonsten ohne einen Patzer im Spiel, glaube ich. Undankbares Spiel für ihn.“

 

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Gehört Gestaunt Geliebt

Die inzwischen 60-jährige Geschichte des legendären Platten-Labels Motown beginnt im Schwarzenviertel der Autostadt Detroit, mit einem geliehenen Startkapital von nur 800 US-Dollar. Songwriter und Musikproduzent Berry Gordy arbeitete selbst am Fließband der Ford-Werke, bevor er 1959 Motown gründete. Von 1961 bis 1971 produzierte das Label stolze 110 Top-Ten-Hits – wie am Fließband. Unzählige Weltstars wie die Jackson 5, Diana Ross & The Supremes, The Temptations, Stevie Wonder oder Marvin Gaye prägten Welt-Hits wie „ABC“, „Love Child“, „My Girl“, „Superstition“ oder „I heard it through the grapevine“. (WDR5)
Das noch immer verkannte Herzstück von Motown war vor allem die Studioband „The Funk Brothers“: Insgesamt 13 Studiomusiker, aus der Jazz- und Bluesszene von Detroit. Meist standen die Musiker auf Abruf bereit, ihr Stil und ihre Instrumentation prägten den speziellen Motown-Sound.

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Sport ist mein Revier

reviersport.de

Nach dem 5:1-Erfolg des FC Schalke 04 im Fußball-Bundesligaduell beim SC Paderborn twitterte Knop ein Foto mit den Namen der Schalker Torschützen Salif Sané, Amine Harit, Ahmed Kutucu und Suat Serdar und schrieb dazu den Spruch: „Was waren das noch Zeiten, als die Namen bei Schalke noch Fischer, Fichtel, Anderbrügge, Thon, Huntelaar, Raúl und Neuer hießen.“
Knop erntete für diesen Spruch einen Shitstorm, ihm wurde von einigen Twitter-Usern Rassismus vorgeworfen. Nach einer Stunde löschte Knop seine Nachricht und schrieb in einem zweiten Tweet: „Liebe Follower, ich meinte lediglich, dass man die Namen kaum noch kennt. Keine großen Stars. Nicht mehr, nicht weniger. Wenn sich einer beleidigt gefühlt hat, tut es mir leid.“ (Kick it like Toennies)
Und wenige Minuten später legte Knop ein weiteres Mal nach: „Noch einmal ganz deutlich, geht ja echt immer sehr schnell hier: Ich betone es gerne nochmal, ich bin von Rassismus weiter weg als Lippstadt von der Champions League und verurteile jede Handlung und Äußerung in diese Richtung (das weiß jeder, der mich kennt).“
Knop ist durch Parodien bekannt geworden und in den vergangenen Jahren vor allem als Franz Beckenbauer und Jürgen Klopp aufgetreten. Seine erste Comedy-Figur war „Supa Richie“ Ende der 90er Jahre. (aer)

 

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Berichte nachberichtet – Folge 1: Sachsen

Wo Journalgeber noch wirklich vor Ort sind

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Das Montagsspiel

Ein erstes Video vom 1. April 1899 – top – mit der neuen Kamera, natürlich auch wegen meiner höchsteigenen Kommentare sehr gut. – 6:38 ein toller Zoom, 11:45 ein rasanter Rundumblick. Und bei 15:30 die FB-Frage! – Und im 99&igen Stativbild der Spiegel im Aasee, der Steg im Spiegel, die Jogger, die Walker, die Spaziergänger, die Telefonierenden, die Duo-Gruppen und die Kinderwagen, die Radler, die Deppen, die Jugend und die Alten. Alle dürfen hier – in der freien Welt – rumrennen wie sie sind und wie sie wollen. Prost! (Das ganze dauert übrigens 17:50 min, jedenfalls im Video …)

 

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Der Aufstieg

Gewidmet meinem Herzensverein

Aufsteigen ist ein Gedicht

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