Durch die Nacht mit Ramona Ambs

Ramona Ambs besuchte die Schule in Freiburg im Breisgau und Heidelberg und studierte nach dem Abi 1955 Pädagogik und Germanistik. Seit 2003 schreibt sie. Dritte Generation deutschsprachiger jüdischer Autorinnen nach dem Holocaust; aber das Auslassungszeichen. Sie ist Prinzessin einer Onlinegegenrevolutionsplattform. Zwar platt, aber existent. (Vgl. Wikipedia) Zitate auf Anfrage.

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Das waren die 80er in der Meppener Straße 8

Hier 50x fortfolgend wer will: die Blues Brothers. Remember aber THE FILM, da wo wie ANTI_NAZI-SZENE in Gelächter überbluest wurde und überhaupt … MUSIK!

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Kieler Beförderung

Was war eigentlich los heute? Als kurz vor High Noon der Wecker nicht klingelte? Na, da war bei zwei weggeschlürften Tassen heißen gefriergetrockneten Kaffees das Facebook schon gut zu Fuß, und die Sonne strahlte, als ob der Hund eine Ausreise an den Kanal beantragt hätte. Na gut, der Bentley Continental wurde gestartet, Hoffmann bekam seine Fliegermütze auf für die aufmerksamkeitserregende Beifahrerei im kiloreichsten Cabrio des Universums, und schwupps, an häßlich Hiltrup schnell vorbei zur Kanalinsel. Meine Thermoskanne mit kühlem Herforder Pils hatte ich vergessen, Ball für den ballverliebten Hund jedoch dabei. Gut 90 Minuten rasten wir an der Waterkant des Dortmund-Ems-Kanals daher und dahin, dann war Schlußpfiff.
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Der VfL Osnabrück hatte 1:0 bei Holstein Kiel gewonnen. Hoffmann und ich fuhren nach Hause, auf der Hammer Straße, am Preußenstadion vorbei (notwendig), wo die Hühner, wie man als Osnabrücker Fan sagt, zeitgleich 0:1 gegen den Halleschen FC verloren hatten. Nach der verspeisten selbstgemachten Pizza (Sardellen und Kapern) schauten Hoffmann und ich die ARD-Sportschau, wo beide angesprochenen Spiele zum Besten gegeben wurden. Daß wir – Hoffmann und ich – aber wieder einmal gewonnen hatten, darüber berichtet keine Sportschau und überhaupt …

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Die Selbstzerstörung der akademischen Öffentlichkeit

Die politische Korrektheit hat einen Vorläufer in dem, was in den siebziger Jahren »Po­litik der ersten Person« genannt wurde und deren narzisstisches Wesen heute deutlich kenntlich ist. Statt eines dialektischen Begriffs von Klassenstandpunkt und objektiver Wahrheit hat sich eine Auffassung der unmittelbaren Wahrheit des je individuellen Standpunkts durchsetzen können.

Die Universität wird von politisch korrekten Studenten nicht als Ensemble von Institutionen, sondern als familiärer Zusammenhang mit intimen Verhaltensregeln wahrgenommen. Beispielhaft ist eine Situation, die kürzlich in der Welt beschrieben wurde. Als ein Dozent »bei einer erregten Debatte auf dem Campus an das Recht auf intellektuellen Diskurs erinnerte, schrie ihn eine junge schwarze Studentin an: ›Seien Sie still, verdammt!‹ Und: ›Es geht nicht um die Schaffung eines intellektuellen Raumes! Darum geht’s nicht! Begreifen Sie das? Es geht darum, hier ein Zuhause zu schaffen!‹«
Das Programm, das an den Universitäten im Namen der politischen Korrektheit betrieben wird, könnte kaum besser auf den Punkt gebracht werden. Ein intellektueller Raum wäre ein öffentlicher Raum der Debatte, in dem zugunsten des Sachgehaltes des verhandelten Gegenstandes die jeweiligen individuellen Ansprüche zurückgenommen werden. Das kann allerdings nur gelingen, wenn die gemeinsame Absicht besteht, dies zu tun.

Doch was sind die Ursachen dieses Ansinnens? Wie ist diese Bewegung zu erklären, die eine Verbindung aus biedermeierlichen Behaglichkeitswünschen und politisch-moralischem Radikalismus darstellt? Was man seit ein paar Jahren und gegenwärtig an den Universitäten in Europa und Nordamerika beobachten kann, ist eine Selbstzerstörung der akademischen Öffentlichkeit. Lesen bis zum bitteren Ende …

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Wahnsinns Film

“Spiel mir das Lied”:  diesen Imperativ befolgt DU KUNST MICH MAL. Die Grenze zwischen Doitschland und Hessen ist diesmal das Thema, und Guido Rohm (Fideler Fiffikus aus Fulda) sowie Marianne Blum (Heimliche Brillenträgerin) führen an der Grenze alle Möglichkeiten wie Unmöglichkeiten vor. Und: Gute Musik zwischendurch. Ob “Hessen den Hessen” ab 3:10 oder “Bayern raus!” immer wieder oder gar “Reflexionen über Pipi Langstrumpf” (ab 4:50) als Buch: Alles mimose Nachdenken schlägt in helles Lachen um. Und wenn der Bembel dann auf ROT steht (6:16), ist noch lange noch nicht Schluß, wie son Schlagerheini mal dem Flüchtlingsheim Bundesrepublik gesungen hat.

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Humanismus einfach erklärt

In zehn Minuten gegessen.

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Fußball: Theater in 90 Minuten

Meine Freundin (Geisböckin) erinnerte mich daran, daß er auch ein Fußballfan war, was ich gar nicht wußte. Aus Interesse, Sympathie und Erkenntnisaussicht googlete ich dieses Gespräch:

Dass ich kein Mann der Leibesübungen werden würde, war früh klar.

Der Journalist, Publizist und Moderator hat sie alle gesprochen – vom Dalai Lama und Michail Gorbatschow über Audrey Hepburn und Woody Allen bis zu Madonna und Sting. Deswegen kennen viele Menschen Roger Willemsen.
Weitgehend unbekannt ist dagegen sein Faible für den Fußball. Die Leidenschaft für den Sport lebt er vorwiegend vor dem Fernseher aus. Fußball-Stars vor die Kamera zu bekommen, war indes schwer für ihn. Im fanclub.dfb.de-Interview mit DFB-Redakteur Niels Barnhofer spricht Roger Willemsen darüber, warum ihn Diego Maradona nervte, wofür er Berti Vogts schätzt und warum ihn Marko Marin begeistert. – – – Auszüge:
Roger Willemsen: Der Fußball ist zunächst einmal eine Metapher für „alles im Kern“. Er steht für das Siegen und Verlieren, das Entstehen und Verdämmern von Karrieren, die plötzliche Verletzung oder die überragende Einzelleistung. All das liegt so eng beieinander, dass man das Gefühl hat, das ist wie ein Theaterstück in 90 Minuten. Die Leidenschaft kann sich dabei ungemein bündeln, gerade wenn der Fußball gut ist, wenn er spannend ist und wenn man etwas über die handelnden Personen weiß.
fanclub.dfb.de: Trifft das auch auf Sie zu, können Sie sich für Fußball begeistern?
Roger Willemsen: Sehr! Ich bin relativ leidenschaftlich vor dem Fernseher. Aber wenn der Fußball kälter wird, wenn ich das Gefühl habe, die Choreografien des Torjubels sind vorher festgelegt worden, die Erfolgserlebnisse lösen bei den Protagonisten selber keinen Enthusiasmus mehr aus, dann überträgt sich das auch auf mich. Ich habe vor einiger Zeit an einem Samstag den Fernseh-Apparat ausgemacht, weil ich gedacht habe, niemand von denen, die ich da gerade beobachtet habe, interessiert sich für das, was er da tut. Das mag eine Momentaufnahme gewesen sein, aber das kann es geben.
fanclub.dfb.de: Ist der Fußball für Sie ein reines Privatvergnügen?
Roger Willemsen: Ja, denn ich dilettiere über den Fußball. Wenn ich über ihn schriebe, wären wahrscheinlich eher ästhetische oder psychologische Momente mein Thema. Oder ich würde über das Entwickeln von Dramen sprechen wollen.
fanclub.dfb.de: Wie viel Fußball können Sie vertragen?
Roger Willemsen: Es stimmt schon, dass sehr viel Fußball im Fernsehen übertragen wird. Und als ich jüngst ein Spiel der Europa League sah, habe ich gedacht, es könnte irgendwann der Zustand der Überfütterung erreicht sein. Gleichzeitig hat der Fußball Selbsterneuerungskräfte. Selbst Mannschaften, die von ihren eigenen Fans abgestraft werden, bei denen der Fan-Block mit dem Rücken zum Spielfeld steht, werden eine Spielzeit später wieder alle Leidenschaft binden. Die Ressource Fan-Leidenschaft scheint schier unerschöpflich zu sein.

All das ist nicht planbar. Letztlich wirkt das Irrationale – und das ist die Tagesform, die Stimmung im Stadion, irgendetwas Psychologisches.

Roger Willemsen: Ich bin direkt neben dem Fußball-Platz groß geworden. Ich habe mir jeden Sonntag mit meinem Vater den Dorf-Fußball angeguckt. Von der C-Jugend bis zu den Alten Herren rauf. Und Bauern-Fußball zu sehen, ist eine gute Schulung. Das ist die Verlängerung des Bolzplatzes.
fanclub.dfb.de: Da findet man das komplette Interview.

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